Forschungsinteressen und Arbeitsgebiete


Meine Forschungsinteressen und Arbeitsgebiete liegen im Bereich

der qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung
der Mixed Methods Forschung
der Kindheitssoziologie
der Soziologie abweichenden Verhaltens und
der Familiensoziologie

Forschungsprojekte


Hier finden Sie einige Forschungsprojekte mit einer Kurzbeschreibung:

Ein Vergleich persönlicher und telefonischer Leitfadeninterviews mit Kindern

Durch ein verändertes Bild von Kindern und Kindheit werden in den letzten Jahren Kinder im­mer öfter selbst zu Informanten, wenn es um ihre Lebenswelt geht. Nur die Kinder selbst werden als kompetent angesehen, um über ihre aktuellen Probleme, Bedürfnisse, Wünsche und In­ter­essen Aus­kunft zu geben. Trotzdem gibt es kaum sozial­wissen­schaft­li­che Literatur, die methodische Erfahrun­gen mit Erhebungs­instru­men­ten bei Kindern referiert oder sich mit methodologischen Besonderhei­ten aus­einan­der­setzt. Dabei scheint es offensichtlich, dass aufgrund divergierender Fähigkeiten bei Kindern nicht ungeprüft die gleichen Methoden wie bei Erwachsenen eingesetzt werden können. Zwar gibt es in entwicklungspsychologischer Forschung Ergebnisse zu Fähigkeiten von Kindern, diese können jedoch nur bedingt auf Interviews übertragen werden, da es sich aber bei Befragungen um sehr spezifische Interaktionssituationen handelt. Die hier verfolgte Forschungsfrage befasst sich mit den verbalen, interaktiven und kognitiven Fähigkeiten von Kindern im Alter von 5, 7, 9 und 11 Jahren in Leitfadeninterviews und daran anschließend der Datenqualität und möglichen formalen Gestaltungsmöglichkeiten der Interviews einerseits sowie andererseits die Möglichkeit der Durchführbarkeit von telefonischen im Vergleich zu face-to-face Leitfadeninterviews.

Veröffentlichungen zum Thema:

acrobat r16  Vogl, Susanne (2014): Children's verbal, interactive and cognitive skills and implications for interviews.
Quality & Quantity. DOI: 10.1007/s11135-013-9988-0

acrobat r16  Vogl, Susanne (2013): Telephone versus Face-to-Face Interviews: Mode Effect on Semi-Structured Interviews with Children.
Sociological Methodology. 43.138-182. DOI 10.1177/0081175012465967

Details Vogl, Susanne (2012): Alter und Methode: Ein Vergleich telefonischer und persönlicher Leitfadeninterviews mit Kindern.
VS Verlag. Wiesbaden.

acrobat r16   Vogl, Susanne (2012): Children between the age of 5 and 11: What ‘don't know’ answers tell us. In: Quality & Quantity. 46(4) 993-1011.


Gewalt an Schulen

An der Katholischen Universität Eichstätt – Ingolstadt hat das Thema „Gewalt an Schulen“ eine lange Forschungstradition. Bereits 1994 wurde eine erste Studie zu diesem Thema durchgeführt. Im Februar 2010 wurde nun eine neue Befragungswelle durchgeführt. Ziel der Studie ist, anhand einer repräsentativen Stichprobe der Schüler an bayerischen allgemein bildenden und beruflichen Schulen Aussagen über die Häufigkeit der Anwendung von Gewalt an Schulen sowie Viktimisierungserfahrungen von Schülern durch andere Schüler machen zu können. Dabei werden verschiedene Ursachenfaktoren im Lebenskontext der Schüler und der Schule untersucht.

Veröffentlichungen zum Thema:

Download Schmalz, Stefanie; Vogl, Susanne (2010): Formen von Gewalt im Schulalltag. In: Agora (2/2010). Eichstaett.


Partnerschaften: Fertilität und Geschlechterrollen

Im Frühjahr 2008 wurden im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes am Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung der KU Eichstätt-Ingolstadt deutschlandweit rund 1.200 CATI-Interviews zu Themen wie Geschlechtsrollen, Partnerschart, Kinder und Kinderwunsch, Elterngeld und Elternzeit durchgeführt. Dabei wurden neben den 1.2000 ursprünglichen Zielpersonen auch ca. 300 dazugehörige Partner befragt.

acrobat r16 Projektbeschreibung

Veröffentlichungen zum Thema:

Vogl, Susanne; Krell, Claudia (2012): Parental Leave, Parenting Benefitsand their potential Effect on Father’s Participation in Germany. In: International Journal of Sociology of the Family.

acrobat r16 Vogl, Susanne (2010): Kinderwunsch, Elternschaft, Elternzeit und Elterngeld. In: Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Hrsg.): Familien-Prisma. Herbst 2010, 51-56.

Download  Vogl, Susanne (2009): Familie, Wunsch und Wirklichkeit. In: Agora (2/2009). Eichstätt. 16-18


Gewalt gegen Männer in Partnerschaften

Gewalt in unserer Gesellschaft – ein immer wieder diskutiertes Thema in Massenmedien und Wissenschaft. Allerdings beschränkt sich diese Diskussion in aller Regel auf Gewalt von Männern gegenüber (ihren) Frauen oder auf elterliche Misshandlungen von Kindern, sowie auf gewalttätige Aktionen von Kindern untereinander. Es ist unbestritten, dass diese Fälle von Gewaltanwendung besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Damit ist aber nur ein Teilbereich möglicher Gewaltbeziehungen erfasst. Doch wie sieht es mit der Gewalt von Frauen gegen Männer in der Familie aus? Gibt es sie nicht, wird sie nicht beachtet oder ist sie ein Tabuthema?

In einer bayernweiten Befragung wurden 2007 rund 1.000 zufällig ausgewählte Männer im Alter von 21 bis 70 Jahren zu Gewalterfahrungen in ihrer aktuellen bzw. in ihrer letzten Partnerschaft befragt.

Download Projektbeschreibung

Veröffentlichungen zum Thema:

Details Lamnek, Siegfried; Luedtke, Jens; Ottermann, Ralf; Vogl, Susanne (2012): Tatort Familie: Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext. Wiesbaden: VS Verlag.

Download  Vogl, Susanne (2009): Gewalt von Frauen gegen Männer: Gibt es keine Gewalt von Frauen gegen ihre  Lebenspartner oder handelt es sich um ein Tabuthema? In: Agora 1/2009. Eichstätt.

Details Krell, Claudia; Vogl, Susanne (2011): Gewalt in der Familie In: Horn, Klaus-Peter/Kemnitz, Heidemarie/Marotzki, Winfried/Sandfuchs, Uwe (Hrsg.): Lexikon der Erziehungswissenschaft. Verlag Julius Klinkhardt. Bad Heilbrunn.


Methodische und methodologische Besonderheiten bei
Gruppendiskussionen mit Kindern

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Aber welche Konsequenzen hat das für die Untersuchung der kindlichen Lebenswelt? Welche methodischen Besonderheiten ergeben sich, wenn Gruppendiskussionen bei Kindern eingesetzt werden? Um sich der Fragestellung anzunähern, wurden Gruppendiskussionen mit Kindern und Jugendlichen aus der ersten, dritten, fünften, siebten und neunten Klasse zu vergleichbaren Themen und Frageformen durchgeführt. Zentrale Untersuchungsvariable war das differenzielle Alter von sechs bis fünfzehn Jahren, sowei kognitive, soziale und verbale Fähigkeiten von Kindern in Gruppendiskussionssituationen, deren Auswirkungen auf die Methode sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile.

Bei der Analyse in Bezug auf Gruppen-, Verlaufs- und Teilnehmerspezifika wurden nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Aspekte berücksichtigt, um ein möglichst ganzheitliches Bild der Altersstufen und ihrer Fähigkeiten zu erlangen. Dadurch wurden die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse deutlich, so dass Rückschlüsse auf die Herangehensweise an und die Möglichkeiten bei Gruppendiskussionen mit Kindern gezogen werden konnten.

Veröffentlichungen zum Thema:

  Vogl, Susanne (2009): Methodological Issues of Applying Focus Groups with Children. ESA 9th Conferende. Conference CD, Full Paper. Lisbon.

Details Vogl, Susanne (2009): Focus Groups with Children. In: Fiedler, Julia; Posch, Christian (Eds.): Yes, they can! Children Researching Their Lives. Schneider Verlag. Hohengehren.

Download Vogl, Susanne (2005):Gruppendiskussionen mit Kindern: methodische und methodologische Besonderheiten. In: ZA-Information (57) 28-60.